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Hier haben wir hilfreiche Links und Orte, wo Wohnungsanzeigen aushängen, für dich zusammengestellt, um dir die Wohnungssuche in Göttingen zu erleichtern.
Falls du weitere Fragen oder Probleme bei der Wohnungssuche hast, oder dich mit uns und anderen austauschen möchtest, kannst du uns gerne hier schreiben.

http://www.studip.uni-goettingen.de
Unter "Schwarzes Brett" werden eine ganze Reihe an WG-Zimmern angeboten. Um dich bei StudIP einloggen zu können, brauchst du einen Studierenden-Account. Diesen erhältst du mit deinem Studienausweis bei der Ausgabestelle "Glaskasten" im ZHG.

http://www.wg-gesucht.de
http://www.studenten-wg.de
http://www.studenten-wohnung.de
Weitere Adressen im Internet, unter denen du ein WG-Zimmer suchen kannst. Hier kannst du auch unter Berücksichtigung deiner Wohnvorlieben eine WG-Zimmer Suche aufgeben.

http://www.studentenwerk-goettingen.de/wohnen.html
Unter dieser Adresse kannst du dich über die Wohnmöglichkeiten in den Wohnheimen des Göttinger Studierendenwerkes informieren. Oft kannst du auch hier in einem WG-Verband leben und das zu kostengünstigen Preisen.

Im ZHG in der Nähe des MZG (auch "Blauer Turm" genannt) befindet sich ein Schwarzes Brett, wo in zahlreichen Aushängen nach Mitbewohner*innen für WG's gesucht wird.

Achtung: Zimmer frei!

Bei einigen der Anzeigen kann es sich um Angebote von sogenannten Studentenverbindungen handeln. Dies betrifft insbesondere auf den ersten Blick verlockend, manchmal luxuriös wirkende Angebote:

„Neuer Mitbewohner gesucht:
Wir bieten ein Balkonzimmer in einer Villa mit Garten für 120 €, inklusive verschiedener Zeitungsabos, Internet- und Telefonflatrate, zum Teil mit Billard- und Bibliothekszimmer.“

Hinter derartigen Anzeigen stehen in der Regel sogenannte Studentenverbindungen. Auffällig ist hier – neben dem sehr günstigen Mietpreis – die nur auf männliche Personen zugeschnittene Anzeige. Was zunächst für einen Neuling verlockend klingen mag – die Verbindungen werben auch mit lebenslanger Freundschaft – ist jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Neben dem WG Zimmer „erwirbt“ man(n) hier nämlich auch die Zugehörigkeit zu einer politischen Gemeinschaft, mit vielen Regeln und Ritualen, aber vor allem speziellen Werten und Einstellungen. Studentenverbindungen, von denen es allein in Göttingen ungefähr 50 Stück gibt, sind in der Regel liberal-konservativ bis neofaschistisch eingestellt.

Gemeinsam ist den Verbindungen beispielsweise das sogenannte Lebensbundprinzip. So bleibt man ein Leben lang Mitglied in seiner Verbindung, um nach dem Studium die Gemeinschaft zu finanzieren. Gemäß der Tradition sollen junge Verbindungsstudenten zum Konservatismus, zu „echten Männern“ und zur tragenden Elite der Gesellschaft erzogen werden. Der Großteil der Verbindungen schließt dabei Frauen von der Mitgliedschaft explizit aus. Auch die Tradition des Fechtens wird in vielen Verbindungen aufrechterhalten. Dabei ist diese Form des Fechtens vom Sportfechten zu unterscheiden. Bei den sogenannten Mensuren geht es darum dem Gegner eine blutende Wunde am Kopf beizubringen.

Vereinzelt zeichnen sich Verbindungen auch durch rassistische Einstellungen und Nähe zu neofaschistischen Kräften aus. So wird aus der entspannten „Jungs-WG“ in der Anzeige dann ganz schnell Wohnen bei „Ehre-Freiheit-Vaterland!“.

Diese Feinheiten des Verbindungslebens sind nicht auf den ersten Blick zu sehen, häufig erhält der Neuling erst nach einiger Zeit Zugang zu allen Teilen des Hauses oder darf an allen Veranstaltungen teilnehmen. Also, Augen auf bei der Wohnungssuche! Auch wenn das tatsächliche Weltbild nicht von Anfang an zu erkennen ist, sollte man sich also nicht von Villenprunk, Einladungen und bierseliger Verbrüderung ködern lassen.

Wir hoffen, dass du eine schöne Wohnmöglichkeit in Göttingen findest!

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