Homophobie oder Homosexuellenfeindlichkeit: Diskriminierung von Lesben und Schwulen.
Heterosexismus und Heteronormativität: Legt eine heterosexuelle Orientierung und Zweigeschlechtlichkeit als natürlich erscheinendes Ordnungsprinzip fest. Alles Nicht-Heterosexuelle und Nicht-Zweigeschlechtliche wird abgewertet und unsichtbar gemacht.
Trans*phobie oder Trans*feindlichkeit: Diskriminierung von Menschen, die sich gar nicht oder nur teilweise mit ihrem Geburtsgeschlecht identifizieren.
Biphobie oder Bisexuellenfeindlichkeit: Diskriminierung von Bisexuellen.
Transexualität: Medizinisch-psychatischer Begriff für Menschen, die sich mit ihrem Geburtsgeschlecht nicht passend beschrieben fühlen und dies medizinisch und juristisch korrigieren lassen (Transfrau, MzF; Transmann FzM)
Transgender: Menschen, die sich mit ihrem Hebammengeschlecht nicht oder nur teilweise beschrieben fühlen und die pathologisierende heteronormative zweigeschlechtliche medizinische Definition ablehnen
Trans*: Sammelbegriff für alle Transbegriffe. Die geläufigsten sind: Transsexuell, Transgender und Transident.
Travestie: Künstlerische Inszenierung, Drag Shows, die Geschlechtlichkeit persiflieren und karikieren.
Cisgender oder Cissexualität: Begriff für Menschen, die sich eindeutig einem Geschlecht zuordnen (Gegenbegriff zu Transgender)
Intersexualität: Menschen, deren körperliche geschlechtliche Merkmale nicht nach den heteronormativen Ordnungskriterien eindeutig „männlich“ oder „weiblich“ zu geordnet werden können.
Queer: Könnte in seiner ursprünglichen Bedeutung mit "seltsam", "verschroben", "abgedreht" oder eben "abnorm" übersetzt werden, entwickelte sich im 20. Jahrhundert mit dieser Konnotation zu einem Schimpfwort gegen Schwule. Es wurde von Schwulen, Lesben,Trans*, Bi’s, Inter* selbstständig angeeignet wurde und ist seither eine Selbstbezeichnung für alle nicht heteronormativen Identitäten und Begehren.